Graffiti Kunst

In meiner Graffiti Kunst finden sich persönliche, soziale und politische Themen wieder. Neben den täglichen Auftragsarbeiten, die ich auch mit viel Liebe und Herzblut umsetze, freue ich mich immer wenn ich freie künstlerische Projekte umsetzen kann. In meinem Studium der Bildenden Kunst an der FH Hannover habe ich mich intensiv mit Themen wie Bildsprache, Bildspannung und der Rezeption von Kunstwerken auseinandergesetzt.

Ich glaube in diesem Kontext funktioniert die Sprühdose meistens nur noch als Werkzeug und inhaltlich entfernt sich das was ich tue vom klassischen Graffiti. Im Ursprung vom Graffiti steht die Auseinandersetzung mit den Buchstaben ganz oben.

Häufig dienen alte Industrieruinen als perfekter Untergrund für meine Bilder. Einen so ausdruckstarken Hintergrund kann man nur schwer malen. Die Spuren der Zeit die in so einer Wand abgezeichnet sind sprechen für sich. Auch die gesamte Atmosphäre zum Arbeiten ist sehr inspirierend. Ein Gefühl von Freiheit, zu malen und zu tun wozu man Lust hat, ohne seine Kunst tiefgründig zu Planen oder zu Konzeptionieren.

Häufig dient uns das ehemalige Continental Gelände in Hannover Limmer als Kulisse. Das Conti war in Hannover legendär und die Leute kamen hier zum Grillen, Cross Golfspielen oder für Foto und Videoproduktionen. Am Anfang waren da viele Leute, die diesen Platz wie wir als Abenteuerspielplatz entdeckten. Diese Umwandlung des Nutzens des Raumes als Produktionsstätte in unser Atelier war eine unglaubliche Sache. Zu Beginn meines Studiums zum Grafik Designer waren wir fast ein ganzes Jahr jeden Tag hier.

Manchmal war es sogar gruselig, wenn z.B. neben dir auf einmal aus dem Nichts ein Mann mit einem schwarzen Gesicht auftaucht, der Kupfer geklaut hat. Einen Moment von vielen besonderen Momenten hier werde ich nicht vergessen. Als wir in einer großen Halle arbeiten und sich auf den Glasfenstern im Dach immer mehr Krähen sammelten und anfingen auf die Fenster zu hacken. Wir kamen uns vor wie in einem Hitchcock Klassiker und beendeten umgehend unser tun…