Hannover Raschplatz

Dieses Projekt ist wohl der größte Graffitiauftrag den wir 2016 am Raschplatz in Hannover in einem Team von vier Künstlern und 6 Jugendlichen umgesetzt haben. Auf Anregen der Parkourszene Hannover, dem UJZ Glocksee und dem Jugendsportzentrum dauert es ungefähr 2 Jahre bis die Idee endlich umgesetzt wird.

Das Projekt ist auf Anregung der hannoverschen Parkourszene entstanden und wurde von uns geplant und umgesetzt. In verschiedenen Treffen haben wir gemeinsam Ideen gesucht und in unsere Kunst umgesetzt.
Das Ziel war es den Parkourläufern eine angemessene Umgebung zu schaffen um ihr Hobby auszuleben. Es ging nie darum den Platz insofern zu verschönern, das die „sogenannten Trinker“ (Zitat HAZ) dem Platz fernbleiben.
Leider wurde das gesamte Projekt von der HAZ in diese Richtung interpretiert und meiner Meinung nach findet schon eine Hetze gegen Obdachlose, Drogenabhängige und Leute die einfach keinen Platz in der Gesellschaft haben statt.
Nicht zu Letzt weil sie alle pauschal als Trinker bezeichnet werden.

Die Affen sind aus unserer Sicht auf die Parkour Kunst ins Spiel gekommen und außerdem hat die hannoversche Parkourszene eine Gruppe Namens „monkey movenments“, die dazu perfekt passt. Da es die Idee war auch uns Künstler in die Gestaltung einfließen zu lassen, ist die Bildsprache stark vom klassischen Graffiti geprägt. Von der Ästhetik wollten wir den morbiden Beton samt bestehender Tags und Graffitis als Hintergrund nutzen und unsere Bilder in den gesamten Raum harmonisch einfließen lassen. Da unsere Kunst aus den Tags oder den sogenannten „Schmierereien“ entstanden ist. Wir haben außerdem die von uns als wichtig empfundenen Sprüher der hannoverschen Szene in das Werk eingearbeitet.

Darüber sind neben den Parkour Szenerien auch Bilder entstanden in denen z.B. ein „Parkour Affe“ eine Straßenbahn absprüht, eine Affenpolizist den Täter sucht, eine Oma in Kittelschürze den Platz fegt, oder eine Oma mit Rollator einer Parkourspringerin zuschaut…

Insgesamt hat dieses Projekt nicht nur Spaß gemacht sondern hat auch die Kooperation zwischen den verschiedenen Institutionen und Künstlern gefördert. Auch die Kooperation unter uns Künstlern hat eine solidarische Atmosphäre geschaffen in der Konkurrenzdenken verschwunden ist. Ganz im Gegenteil hat es zu einer festen Kooperation geführt. Das ist schön, denn letztendlich verfolgen wir ja alle ein ähnliches Ziel und wollen unsere Umgebung prägen. Nicht nur durch ästhetische Bilder sondern auch durch Projekte die Menschen zum Nachdenken bringen.

 

Mitwirkende:

Künstler: Jascha Müller, Jonas Wömpner, Patrik Wolters, Philipp von Zitzewitz, Benjamin Altner

Praktikanten: Farhard Jahangir, Bilal

Instititionen: UJZ Glocksee, Parkour Hannover.eV, Jugendsportzentrum, Monkey Movements

Presse zum Projekt Urban Jungle:

HAZ

Spiegel Online

Bild

MK

Focus

Abendblatt

Zeitungsartikel zum Projekt