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Gedenkstätte Ahlem

Seit ca. acht Jahren arbeite ich kontinuierlich in verschiedenen medienübergreifenden Projekten und Veranstaltungen mit der Gedenkstätte Ahlem zusammen. Natürlich ist meine grundlegende Idee dieses praktischen Einstiegs nicht erst hier entstanden, hat sich aber gefestigt und um einen wesentlichen Baustein erweitert.
Bei unserem ersten Graffitiworkshop in der Gedenkstätte wurde fast zufällig der Grundstein für meine heutige Herangehensweise gelegt. Was zunächst nur eine filmische Dokumentation unseres Projektes werden sollte, wurde immer mehr ein aktiver Teil des Prozesses. Spielerisch vermischten sich Mal- und Filmtechnik mit den Inhalten, die im Mittelpunkt unseres Projektes stehen. Ich formulierte Fragen in den Interviews an die TeilnehmerInnen. Sie halfen mir dabei bei der Kameraführung, dem Aufbau des Lichtes sowie dem Führen der Interviews, entwickelten eigene Fragen und hatten Antworten. Sie wurden somit aktiv in den journalistischen Prozess der
Fragestellung und Aufnahme eingebunden und automatisch in die Selbstreflexion gezogen. In unseren Workshops haben wir immer wieder spannende Gäste, um einen praktischen Bezug zum Ort und zum Thema zu schaffen.
Ein amerikanischer Professor und Filmemacher Churchill Roberts vermittelt den Jugendlichen seine Erfahrungen aus seinen Dreharbeiten für Dokumentarfilme über die Befreiung des KZ Ahlem und ist sehr angetan davon, wie wir so die Teilnehmenden für deutsche Geschichte interessieren können. Alaa Ehsan, der Student des Masterstudiengangs Fernsehjournalismus aus Damaskus/Syrien erzählt in einem Workshop über seine Fluchterfahrungen.
Die Reinigungskraft der Gedenkstätte, eine Frau aus einer Familie der Sintezza berichtet über ihre Erfahrung der Stigmatisierung als sog. „Zigeunerin“ in Verbindung mit der Verfolgung der Roma und Sinti in der Nazi Zeit und deren Zwangsarbeit in Hannover Ahlem. Ebenso berichtet sie über ihre Gefühle, wenn es in der Mensa Zigeunerschnitzel gibt…
In dem oben sichtbaren Film ist ein Teil unserer Arbeit zusammen gefasst. Zusammen ergeben diese Bausteine unglaublich wertvolle Projekte, die keiner von uns in seinem
Leben so schnell vergessen wird. Der Schlüssel scheint immer wieder die Praxis zu sein, die wir ja in unserem Schaffen als Filmemacher quasi automatisch immer mit an Bord haben. Neben diesen Projekten helfe ich in der Gedenkstätte jedes Jahr verschiedenen Schülergruppen, oft aus der Sophienschule, journalistische und künstlerische Statements in Filmformaten umzusetzen.

Anhängend eine Zusammenfassung unseres Projektes aus der Sicht der Gedenkstätte Ahlem:

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pvz@fassadenkunst.de